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Einkaufstasche «Armee Upcycling» aus dem Wallis

Artikel:Artikel-Nr.:Preis/Stück Menge 
Tasche «Armee Upcycling» mit 2 verstellbaren Schulterriemen, Innentasche und Reissverschluss 15.001 220.00 
 

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Shopper mit zwei Schulterriemen.

Material: alte Schweizerarmee-Wolldecken, Ceinturon, Bajonettscheidentaschen (Teil)

Mit Innenfach für Mobiltelefon oder Schlüssel, Tasche mit Reissverschluss verschliessbar.

 

Grösse: 45 cm breit, 35 cm hoch, 10 cm tief. Gewicht 900 g

 

Von Wolldecken, Ceinturons und Bajonetten

Von dem unzählige Artikel umfassenden Sortiment der Linie «Armee Upcycling» von Karlenswiss ist die Einkaufstasche mit dem nicht wirklich poetischen Namen «Shopper WD14» das wohl urigste Produkt überhaupt. Nicht nur, weil es sich beim Aussenmaterial um ausrangierte, aber selbstverständlich gereinigte Armeewolldecken handelt, sondern auch, weil alle anderen Bestandteile ursprünglich Militärartikel waren, wenn auch an der Tasche völlig zweckentfremdet. Die Schulterriemen beispielsweise bestehen aus getragenen Ledergürteln, die jedem Schweizer Soldaten unter dem Namen «Ceinturon» ein Begriff sind. Natürlich sind auch diese akribisch gereinigt. Wer darüber Bescheid weiss, was diese Gürtel alles erlebt haben könnten, wird erleichtert aufatmen. Das waren eben nicht nur Gürtel, das waren Vielzweckinstrumente, auf deren mögliche und unmögliche Anwendungen wir hier nicht näher eingehen wollen.

 

Der Clou jedoch sind die Teile, mit dem die Tragriemen an der Tasche befestigt sind. Es handelt sich um den oberen Teil von alten Bajonettscheidentaschen. Man muss zwei Mal hinblicken – und ist als richtiger Schweizer begeistert: es sind zwar keine Schwerter zu Pflugscharen, aber immerhin «Käsemesserhalter» zu Tragriemenhaltern für Einkaufstaschen geworden.

 

Bitte beachten: da keine zwei Wolldecken und keine zwei Ceinturon gleich sind, ist jede Tasche ein Unikat.

 

Handwerksbetrieb aus dem Wallis

Hinter dem Label «Karlenswiss» steht ein Familienbetrieb, der im Walliser Ort Törbel (Bezirk Visp) auf 1500 Meter über Meer angesiedelt ist. 1951 gründete Titus Karlen eine Schuhmacher-Sattlerei, die handgefertigte Schuhe, Glockenriemen, Pferdegeschirr, Gürtel und verschiedene Accessoires sowie Militärartikel herstellte. Ende der 1990er-Jahre wurden die Armeeaufträge, die bis zu 80 Prozent des Umsatzes ausgemacht hatten, immer weniger, sodass sich die Frage stellte, wie es mit dem kleinen Betrieb weitergehen sollte.

1998 gründete der Sohn Hans-Jörg Karlen – seines Zeichens gelernter Orthopädieschuhmacher – mit seiner Frau Yvonne die Karlen Sattlerei-und Handels GmbH. Sie übernehmen die Firma Mago, Herstellerin von Folkloreartikeln, und siedeln diese nach Törbel um. Ob der zündende Funkt über Nacht kam oder ein Resultat langen Nachdenkens war, ist uns nicht bekannt: jedenfalls schlug die Idee, aus aussortiertem Militärmaterial modische Taschen und Accessoires zu fertigen, wie eine Bombe ein. Die Kollektionen, die inzwischen eine Vielzahl von Produkten umfassen, wurde zusammen mit dem Sankt Galler Designer Walter Maurer erarbeitet. Inzwischen ist das Label «Karlenswiss» weltweit zu einem Begriff geworden – und der Personalbestand, der in den 1990er-Jahren noch drei Personen umfasste, ist auf ein gutes Dutzend angewachsen. Trotz der grossen Nachfrage kommt für die Familie Karlen eine Auslagerung der Produktion nicht in Frage. Sie sind und bleiben «Törbler». Auf das wichtigste Gut, die Armeewolldecken, haben sie sowieso eine Art Monopol: Hans-Jörg Karlen hat den gesamten Armeebestand aufgekauft…



 

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