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Weidenzaine

Artikel:Grösse:Artikel-Nr.:Preis/Stück Menge 
Weidenzaine Ø Boden 36 cm, Ø oben 53 cm, Höhe 29 cm (Abbildung) 27.014 65.00 
Weidenzaine Ø Boden 39 cm, Ø oben 58 cm, Höhe 34 cm 27.015 75.00 

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Vielseitig verwendbare Weidenzaine aus geschälten und ungeschälten Korbweiden (Salix viminalis), mit zwei Tragegriffen aus Peddigrohr. Der Begriff «Zaine» - auch Zeine geschrieben – kommt aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet «flechten». Eine Zaine ist daher korrekterweise immer ein geflochtener Korb.

 

Die Abmessungen können herstellungsbedingt etwas variieren.

 

Ein uraltes Handwerk – und ein Schweizer Lehrberuf

Das Korbflechten ist ein uraltes Handwerk, das seit Menschengedenken auf der ganzen Welt ausgeübt wird. Im Nahen Osten wurden geflochtene Körbe gefunden, die rund 10000 Jahre alt sind. Der Korbmacher als Beruf und eigene Zunft jedoch ist erst seit etwa dem 16. Jahrhundert bekannt. Mit der Auflösung der Zünfte im 19. Jahrhundert nahm die Korbflechterei, für die nun keine Konzession mehr erforderlich war, einen ungeahnten Aufschwung. Um die Jahrhundertwende gab es Flechtbetriebe, die bis zu hundert Arbeiter beschäftigten und in deren Musterbücher bis zu 30000 Artikel angepriesen wurden.

Als Folge der Industrialisierung schrumpfte das Flechthandwerk und als Ende der 1950er-Jahre die Ära der Pappkartons begann, verschwanden die Korbflechter zusehends. 1950 schliesslich wurde die Lehrlingsausbildung in der Schweiz eingestellt. Knapp dreissig Jahre später erlebte das Handwerk eine Art Renaissance. Der Korbflechter als Lehrberuf wurde reaktiviert, ein Berufsverband entstand und seit 1993 besteht sogar eine Berufsschule. Die Lehre dauert drei Jahre und kann mit dem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis «Korb- und Flechtwerkgestalter/in EFZ» abgeschlossen werden.

 

Korbwaren aus dem Rheintal

Wir beziehen unsere Flechtprodukte von den Schneider Korbwaren im St. Gallischen Rüthi. Das Unternehmen wurde 1950 als Produktionsbetrieb gegründet und stellt bis heute Korbwaren im eigenen Hause her. Wie bei vielen Anbietern aus dieser Branche stammt auch bei Schneider ein grosser Teil der Korbwaren aus dem Ausland. Vor allem aus Osteuropa kommen Flechtprodukte, die zu Preisen hergestellt werden, mit denen ein Schweizer Betrieb nicht mehr mithalten kann. Bei den Artikeln, die wir in unserem Sortiment führen, handelt es sich jedoch ausschliesslich um solche, die in Rüthi geflochten werden. Der Korbmacher, Marco Pejic, ein stämmiger Mann mit kräftigen, grossen Händen, ist ein Korbflechter alter Schule mit grossem Stolz auf sein Können und seinen Beruf. Man würde es nicht glauben, wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte, wie er selbst feinstes Sitzgeflecht für Stühle mit seinen riesigen Händen in unnachahmlicher Präzision und Qualität herstellt.

Die Schneider Korbwaren sind ein hochmoderner Familienbetrieb und beschäftigen – Vater, Mutter und Töchter eingeschlossen – ein knappes Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.



 

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